Matinée: Der Kampf um die deutsche Schuld. Weizsäcker-Rede (1985), „Historikerstreit“ (1986) und Jenninger-Sturz (1988)

Aus der Veranstaltungsreihe "Der Skandal als vorlauter Bote" mit Hannes Heer

Am 8. Mai 1985 bezeichnete der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Kriegsende als "Tag der Befreiung" und den Mord an den Juden "als beispiellos in der Geschichte". Die Historiker Ernst Nolte und Andreas Hillgruber widersprachen und lösten damit den "Historikerstreit" aus. Beide versuchten, die deutsche Verantwortung am Holocaust zu relativieren: Nolte sah darin nur die Imitation der Ermordung des russischen Bürgertums durch die Bolschewiki und verwies auf die Erfindung des politischen Massenmordes in der Französischen Revolution. Hillgruber verlangte die Trennung der deutschen von der jüdischen Geschichte: Für die Juden sei der 8. Mai 1945 eine Befreiung, für die Deutschen dagegen eine Katastrophe gewesen. Gegen diese "deutschen Sonderwege" bestand Jürgen Habermas darauf, dass nur die universellen Menschenrechte die Basis einer demokratischen Identität bilden könnten. Auch die Rede des Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger am 10. November 1988 im Bundestag war eine Replik auf den "Historikerstreit": Radikaler als Weizsäcker forderte er das Eingeständnis einer millionenfachen Mitverantwortung der Deutschen für die NS-Verbrechen. Wegen dieser Wahrheit musste Jenninger am nächsten Tag zurücktreten.

Eine Veranstaltungsreihe des NS-DOK in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH e.V., in Kooperation mit der VHS Köln und dem Filmforum NRW; mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung; Medienpartner sind Köln im Film und choices.
1 Tag, 14.10.2018
Sonntag, 11:00 - 14:00 Uhr
1 Termin(e)
4 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten (3 Stunden)
N. N.
A-114301
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln, Altstadt-Süd
Eintritt 10 €, erm. 6 € (Tageskasse vor Ort oder Vorverkauf Museumskasse des NS-DOK)
Belegung:

 
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